Nutzung des Hanseschiffes

Möchten Sie einmal auf der "Lisa von Lübeck" mitfahren, oder an Bord Ihre Freunde in mittelalterlicher Atmosphäre bewirten?

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Das Hansevolk

Das Lüb'sche Hansevolk nimmt Sie nun mit auf eine Zeitreise ins Lübeck des 15. Jahrhunderts. Mehr als 20 Hanseaten lassen in ihren farbenfrohen, historischen selbstgeschneiderten Gewändern das Mittelalter wieder lebendig werden. Wir wollen zeigen, wie die Bewohner der Kaufmanns- und Handwerkerhäuser, der Buden und Gotteskeller damals in Lübeck gelebt haben.

Eine Stadt wird stets durch ihre Einwohner geprägt, ihr politisches Ansehen, ihre räumliche und bauliche Entwicklung sowie ihr kultureller Bestand ist ein Spiegelbild des Handelns ihrer Bewohner. Beeinflusst wird dieses Handeln jedoch wesentlich durch die in den einzelnen Epochen herrschenden Lebensbedingungen, die das wirtschaftliche, politische und geistige Vermögen – oder Unvermögen – bestimmten, unter dem die Bewohner ihre Stadt gestalten konnten – und von dem nach Jahrhunderten meist nur noch Gebäude ein stummes Zeugnis ablegen.

Die Stadt Lübeck verfügt in ihren Mauern und Museen über eine imposante Anzahl solcher stummen Zeitzeugen, sie sind den Bewohnern und Besuchern des „Weltkulturerbe Lübeck” allgegenwärtig. Zwangsläufig stellt sich irgendwann jedem Betrachter der Gebäude und Kunstwerke dann die Frage nach den Menschen, die diese Werke ermöglicht und erschaffen haben, wie sie wohl gelebt haben, die damaligen Bewohner der großen Kaufmannshäuser oder der dunklen Gotteskeller, die Patrizier und die Tagelöhner.

Hier will das Projekt „Lüb'sches Hansevolk” ansetzen, mit dem Ziel, einen lebendigen Einblick in das mittelalterliche Leben der Stadt zu gewähren, die Hansezeit „hautnah” zu erleben und Bürgern wie Besuchern der Stadt einen Blick „hinter die Fassade” einer bedeutenden Zeit in der Geschichte unserer Stadt zu ermöglichen. Ausgewählt wurde hierfür der Zeitraum zwischen den Jahren 1370 und 1450, die Epoche, die als Blütezeit der Hanse angesehen wird, und in der sich die Hansestadt Lübeck zur zweitgrößten deutschen Stadt entwickelte. Während in unseren anderen Projekten die Tätigkeit vorrangig in der Planung und in der Mitarbeit bei der Erstellung von Objekten liegt, sind in diesem Projekt die Teilnehmer selber Bestandteil des Projektes, in dem sie als Gewandträger in historischer Kleidung eine Person eines Standes oder einer Zunft der damaligen Zeit darstellen.

Bereits mit der Herstellung dieser individuellen Kleidung und des üblichen Beiwerkes in den Materialien und den Techniken des Mittelalters werden wesentliche Einblicke in die damaligen Lebensbedingungen geboten, da neben der unterschiedlichen Zunft- und Arbeitskleidung für jede Bewohnergruppe noch besondere Vorgaben und Auflagen des Lübecker Rates bei der Bekleidung zu beachten waren.

Im April 1997 wird erstmalig angedacht, das Leben im mittelalterlichen Lübeck durch unsere Gruppe „Lübsches Hansevolk” darzustellen und zwar in historischen Gewändern der einzelnen Stände und Zünfte (Handwerker, Kaufleute, Seefahrer, Bürgergarde, etc.). Als historischen Bezug ist an die Hochzeit der Hanse gedacht. Neben der Aufarbeitung des historischen Umfeldes (Kleidung, Ernährung, Arbeits- und Handelsweisen, Rechtsnormen, Brauchtum, Sprache usw.) wird die Durchführung von eigenen Veranstaltungen vor der historischen Kulisse der Lübecker Altstadt angestrebt. Aber auch eine Botschafterfunktion außerhalb der Stadtmauern möchte die Projektgruppe übernehmen.

Auf unserer nachfolgenden Jahreshauptversammlung 1997 wurde das Projekt unter dem Arbeitstitel „Mittelalterliches Leben in Lübeck” als Projekt Nr. 6 aufgenommen. Die erste größere Vorstellung der Projekt-Gruppe in der Öffentlichkeit erfolgte bereits 1998 – Teilnahme am Volksfest-Umzug – womit auch eine attraktive Werbung für unseren Verein, der „Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck e.V.” gegeben war.